#1 Family Storyteller der Schweiz 2025

Diese Fotos aus unseren Korsika-Ferien haben mir letztes Jahr nicht nur meinen allerersten Story Award bei This is Reportage Family gebracht, sondern auch gleich den Award #1 Storyteller Switzerland 2025.

Das war eine RIESIGE Bestätigung, diesen Weg der dokumentarischen Fotografie weiterzugehen. Und nun auch offiziell so zu nennen. Und weil diese Bilder alles beinhalten, was für mich die dokumentarische Fotografie ausmacht, erzähle ich zu jedem ein bisschen etwas. So wird vielleicht klarer, was mir daran so kostbar ist und was alles in einem Bild stecken kann.

Die Fähre von Italien nach Korsika war unser erstes Highlight! Wie gebannt sind wir alle vor dem Bullauge unserer Kabine gesessen und haben den vorbeiziehenden Hafen bestaunt. Für unsere Kinder war es die erste Fahrt auf dem Meer. Dieser Moment war mir so kostbar, dass ich davon ein Bild gemacht habe um mich an dieses kribbelige Gefühl der Freude zu erinnern.

Die erste Woche haben wir mit einer befreundeten Familie auf einem Camping verbracht. Als wir am Ende unserer Ferien alle zusammen eine Slideshow der entstandenen Bilder anschauten, haben alle Kinder bei diesem Bild laut gelacht. Das war für mich eine überraschende, erfrischende Reaktion auf ein Bild von mir. Ich will Bilder nämlich nicht nur machen, damit sie ästhetisch schön sind, sondern um eine Emotion einzufangen oder wie hier etwas festzuhalten, das ich amüsant zu beobachten fand.

Das ist wahrscheinlich ein Bild, das man nicht von einem Fotoshooting erwarten würde. Ausser von einem dokumentarischen natürlich 🙂 Es entstand ganz spontan, weil ich beim Anblick unseres täglichen Strand-Chaos schmunzeln musste. Sobald wir am Meer waren, gab es kein Halten und alle wollten so schnell wie möglich im Wasser sein. Und weil auch bei der grössten Sorgfalt der Sand schlussendlich dann doch überall ist, hab ich es ziemlich schnell aufgegeben mit der Ordnung und stattdessen dieses Bild gemacht.

Hier der Beweis, dass meine Kamera wirklich überall hin mitkommt. Auch ins Meer. Etwas heikel war es schon wegen den Wellen und dem schnell abfallenden Ufer. Aber dieses Foto war es mir absolut wert. Sie hatten so viel Spass beim hineinspringen! Und es sind alle zusammen auf einem Foto zu sehen (ausser meinem Mann, der gerade mit unserem Kleinsten einkaufen war). Das ist auch immer ein Ziel von mir, so eine Gelegenheit zu sehen und alle in Action auf einem Bild zu haben.

Wenn man die Geschichte zu diesem Foto nicht kennt, sieht es nach einer fröhlichen Situation aus. Es war lustig, dass er genau diese Socken an hatte. Aber fröhlich waren wir keineswegs. Mein Sohn holte sich gleich am ersten Tag an einem scharfen Felsen zwei lange Schnitte an beiden Füssen. Sie haben ihm so weh getan und er hat richtig Panik vor dem Schmerz im Salzwasser entwickelt. Deshalb ging er die nächsten zwei Tage nur noch so ans Meer und war mega schlecht drauf, weil es viel zu heiss war, um nur am Strand zu sein. Zum Glück überwand er es dann am dritten Tag und konnte auch wieder ins Wasser.

Sonnenuntergang ist meine absolute Lieblingszeit am Tag! Und wie habe ich diese warmen letzten Sonnenstrahlen aufgesogen, weil es diese ja da in Graubünden dank den Bergen nur ganz selten zu geniessen gibt. Ich wollte unsere Wohnsituation auf einem Bild festhalten. Was wir alles dabei hatten, wie es aussah und bei was für traumhafter Stimmung wir jeweils Znacht essen konnten.

Besondere Lichtstimmungen inspirieren mich immer zum Fotografieren. Die besondere Pflanzenwelt mit den eher monochromen Farben bei diesem Ausflug zu einer Ruine mit Aussicht hatte es mir auch angetan. Hier konnte ich fast nicht aufhören zu fotografieren und war einfach begeistert! Und bin es immer noch.

Völlig verschwitzt kamen wir oben an und bestaunten die wunderschöne Aussicht über die Bucht. Die Kinder kletterten überall hoch und wollten alles entdecken.

Diese Sprühflasche war unsere Rettung! Schon den ganzen Weg hoch haben wir uns damit besprüht zur Abkühlung. Bis oben war sie schon fast leer. Hier war das Licht perfekt, um dies festzuhalten. Eigentlich wollte ich auch die funkelnden Pailletten von seinem T-Shirt an der Mauer einfangen, aber das ging nicht so gut. Dafür entstand dieses Bild.

Die Jungs sammelten ganz fleissig die herumliegenden Scherben auf. Als ich zurückschaute und diese Farben und Stimmung sah, musste ich einfach abdrücken.

Schöne Landschaften fange ich am liebsten mit jemanden darin ein. In diesem Fall mein Kleinster, der alles ganz selber hochgegangen war und nun voller Freude durch den weichen, warmen Sand wieder hinunterrannte. Da es für ihn äussert aussergewöhnlich ist, so lange selbst zu gehen, musste ich das natürlich festhalten. Auch das Gefühl von diesem warmen Sommerabend.

Angekommen am Strand, stoben die Kinder in alle Richtungen davon. Die wunderschönen Farben und Kulisse haben es mir wirklich einfach gemacht, ein ästhetisches Bild zur Erinnerung zu machen.

Eine meiner Lieblings-Challenge ist es, aussergewöhnliche und kreative Perspektiven zu finden. Man sieht mich deshalb oft am Boden liegen oder durch etwas hindurch zu fotografieren.

Tauchen war unsere absolute Lieblingsbeschäftigung. An diesem Strand haben wir sogar kleine Rochen entdeckt! Hier ist wieder ein Bild, auf dem alle drauf sind in ihrer jeweiligen Meer-Ausrüstung. Genau so sahen wir jeden Tag aus.

Ich liebe es, Bewegung in einem Bild einzufangen. Das Spritzen des Wassers zeigt so gut, wie fest sie im Wasser gestampft haben und symbolisiert für mich die Freude, die wir an unseren Strandtagen empfunden haben. Am Meer war nämlich immer beste Stimmung. Weil es in dieser Woche so unglaublich heiss war, wich die gute Laune abseits vom Wasser leider auch schnell dem Jammern. Was waren wir froh um die Klimaanlage in unserem Mobilehome!

Plötzlich war es vorbei mit dem ruhigen Meer zum tauchen und der starke Wind brachte rechte Wellen. Das Bodyboard wurde so kurzerhand zum Drachen.

Für unseren Kleineren waren die Wellen zu stark und der Wind hat ihm auch gar nicht gefallen. Deshalb bevorzugte er es warm eingepackt im Sand zu spielen. Im Hintergrund sieht man unseren Grösseren, wie er sich an die Wellen wagt. Solche gleichzeitigen Handlungen im Vorder- und Hintergrund sind auch ein sehr beliebtes Motiv von mir. Ich finde es eine schöne Möglichkeit, in einem einzigen Bild eine Geschichte zu erzählen.

Hier sind auch alle zu sehen, aber halt nicht wirklich zu erkennen. Das war der Weg vom Camping zum Strand, den wir jeden Tag mehrmals gegangen sind. Wie schon erwähnt sind Sonnenuntergänge ein Lieblingsmotiv von mir. Und dass wir in diesen Ferien so viele davon erleben durften, musste ich natürlich auch immer wieder festhalten.

Unsere Sommerferien behalte ich dank diesen Fotos genau so in Erinnerung, wie sie waren. Mit allen Hochs und Tiefs, fühle die warme Sonne wieder und das erfrischende Wasser. Natürlich sind noch viel mehr Bilder entstanden. Daraus die Fotos auszuwählen, die unsere Geschichte am besten erzählen, finde ich schon fast eine Kunst für sich. Ich liebe aber genau auch diese Herausforderung, aus einzelnen Bildern eine zusammenhängende Geschichte zu arrangieren.

Und selbstverständlich sind auch schöne Portraits mit strahlenden Kindergesichtern entstanden. Das ergibt sich von selber, wenn die Kinder etwas tun können, das sie von selbst zum Strahlen bringt. Und so fange ich es viel lieber ein, als wenn sie es auf meine Anweisung hin tun. Denn so stecken auch echte Erinnerungen dahinter.

Ich hoffe, dass ich damit einen Eindruck vermitteln konnte, was ich mich an der dokumentarischen Fotografie begeistert.

Wenn du diese Sichtweise auf Fotografie auch feierst, dann lass uns unbedingt in Kontakt kommen! Schreib mir, was ich für deine Familie festhalten darf. Ich freue mich darauf!

Ähnliche Beiträge